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Nuklearmedizinische
Untersuchungen

Sehr geehrte Frau Kollegin, sehr geehrter Herr Kollege,
nachfolgend aufgeführte Untersuchungen werden in meiner
nuklearmedizinischen Praxis durchgeführt:
| 1. |
Szintigraphie der Schilddrüse
mit Technetium-99m-Pertechnetat sowie je nach medizinischer
Fragestellung mit Thallium-201.
Hauptindikationen: Knotenstruma, Hyperthyreose,
Thyreoiditis, Hypothyreose, autonome Adenome, disseminierte
Autonomie, Morbus Basedow, Malignome. |
| 2. |
Skelettszintigraphie
mit Technetium-99m markierten Radiopharmazeutika (Tc-99m-HMDP),
spätstatische Ganzkörper-Aufnahmen (etwa 3 h
p.i.).
Hauptindikationen: Skelettmetastasen, primäre
Knochentumoren, seltene metabolische Knochenerkrankungen,
Hyperparathyreoidismus, Hyperthyreose, Akromegalie, Osteoporose.
2- oder 3-Phasen-Szintigraphie
Hauptindikation: Osteomyelitis, Periostitis, entzündliche
oder degenerative Gelenkerkrankungen, Nachweis von älteren
Knochenfrakturen (Stressfrakturen).
Anmerkung: Mit der zur Verfügung stehenden
2-Kopf-Gammakamera ist es möglich wenige Minuten
nach der Injektion eine komplette Ganzkörper-Darstellung
zum Entzündungsnachweis vorzunehmen. |
| 3. |
Nebenschilddrüsen-Szintigraphie
mit Technetium-99m markieren Radiopharmazeutika (Tc-99m-MIBI).
Hauptindikation: Nebenschilddrüsenadenome.
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| 4. |
Myokardszintigraphie mit TC MIBI
oder TC-201 in Ruhe und
Belastung oder auch mit dem Perfusionsmarker Technetium-99m-Mlyoview
bzw. Isonitril.
Hauptindikationen: Perfusionsmarker z.B. Myoview,
Isonitril bei Verdacht auf KHK, Ischämienachweis-,
ausschluß Darstellung und Ausprägung etwa vorhandener
Myokardnarben - Thallium-201-Myokardszintigraphie zum
Ischämienachweis, Myokardnarben, bei speziellem Untersuchungsprotokoll
(Re-Injektion am Folgetag) Vitalitätsnachweis im
Narbenbereich? Bei Zustand nach Myokardinfarkt (z.B. vor
geplanter Bypass-OP) |
| 5. |
Radionuklidventrikulographie
(RNV) mit Technetium-99m-Pertechnetat.
Hauptindikationen: Untersucherunabhängige
prozentuale Errechnung der linksventrikulären Ejektionsfraktion,
Shunt-Volumen-Bestimmung, Errechnung Regurgitationsvolumina
bei Aortenklappen (auch nach OP), regionale Darstellung
einer eventuell vorhandenen Wandbewegungsstörung
bei Zustand nach intramuraler/transmuraler Ischämie/Infarkt.
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| 6. |
Seitengetrennte Nieren-Clearance
mit Technetium-99m markierten Radiopharmazeutika z.B.
Tc-99m-MAG3.
Hauptindikationen: Bestimmung der Gesamt-Clearance,
prozentualer Nierenanteil rechts/links, Abflußhindernisse,
Megaurether, subpelvine Stenose. Die Untersuchung eignet
sich nahezu bei jeder Erkrankung zur Feststellung der
jeweiligen Nierenfunktion oder zur Untersuchung obstruktiver
Nierenfunktionsstörungen. Bei Zusatzprotokoll Untersuchung
mit ACE-Hemmern z.B. Captopril zum Nachweis/Ausschluß
einer hämodynamisch wirksamen Nierenarterienstenose.
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| 7. |
Lungenperfusionsszintigraphie
mit Technetium-99m-markiertem Human-Albumin zum Nachweis/Ausschluß
einer Lungenembolie. Die Untersuchung wird auch kurzfristig
durchgeführt. |
| 8. |
Immunszintigraphie
nach Rücksprache jederzeit durchführbar mit Anti-Granulozyten-Antikörpern
(Knochenmark, Fokussuche).
Hauptindikationen: Ossäre Metastasierung (Frühstadium,
ausgehend vom Knochenmark), Entzündungsherde, Fokussuche,
Ausdehnung und Ausbreitung vorhandenen Knochenmarks. |
| 9. |
Mammaszintigraphie
ebenfalls nach Rücksprache jederzeit durchführbar mit
Technetium-99m-MIBI.
Hauptindikationen: Ab Tumorgröße 1 - 1,5 cm Malignitätsausschluß
(z.B. bei Verweigerung einer notwendigen Punktion oder
im Rahmen einer Verlaufskontrolle). |
| 10. |
Hepatobiliäre Leberfunktionsszintigraphie
mit Technetium-99m markierten Radiopharmazeutika z.B.
HIDA.
Hauptindikationen: Nachweis einer fokal-nodulären
Hyperplasie, akute/chron. Cholezystitis, biliäre Extraktionsstörungen
sowie bei der Leberblutpool-Szintigraphie mit in-vivo
markierten Erythrozyten Hämangiom-Nachweis.
Als therapeutische Anwendungen: Radiosynoviorthese
mit 1) Yttrium-90 z.B. Kniegelenk sowie Radiosynoviorthese
mit 2) Rhenium-186 z.B. Schulter- und Ellenbogengelenk
bzw. 3) Erbium-169 z.B. kleine Gelenke der Hände
und Füße. |
Für alle eventuell anfallenden Rückfragen
stehe ich jederzeit zur Verfügung.
Dr. med. Andreas E. Zöller |